EV Angerberg ist Staatsmeister 2019 bei den Herren

von Franz Taucher (Kommentare: 0)

Die Tiroler gewinnen im Eisstadion Hart den Eisstocksport Staatsmeistertitel 2019 Im Mannschaftsspiel der Herren

Das Podium bei den diesjährigen Staatsmeisterschaften in Hart bei Graz

Am ersten Spieltag wurde in zwei Achtergruppen eine Vorrunde gespielt, die jeweils vier besten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die Meister Play Off-Zwischenrunde. Mit ESV SP Pongratz Kowald Voitsberg, ESV Köflach Stadt, ESV SU Edla und EV Tal Leoben Seiwald qualifzierten sich vier Steirer-Teams gemeinsam mit ESV Jimmy Wien(W), EV Rottendorf Seiwald (K), SU Natternbach und dem EV Angerberg (T).

Schon in dieser Phase dieser Meisterschaften war eines klar: es wird heuer keinen Zufalls-Sieger geben, da kann am Sonntag noch jede Mannschaft den Titel holen. Den besten Eindruck hinterließen am ersten Spieltag die dominierenden Vereine der letzten Jahre. Der EV Rottendorf Seiwald aus Kärnten und ESV Jimmy Wien schafften dann auch am Sonntag in der Zwischenrunde den besten Start und meldeten ihr Ticket fürs Halbfinale frühzeitig an. Weniger gut erging es dem Dominator der beiden letzten Jahre - ESV SP Pongratz Kowald Voitsberg erwischte keinen guten Start am Finaltag, war aber auf einmal im 7. Durchgang der Zwischenrunde wieder voll im Rennen um ein Halbfinalticket. Rottendorf lag gegen EV Seiwald Tal Leoben mit 0:8 nach zwei Kehren in Rückstand, bei einer Niederlage der Kärntner hätten sich die Voitsberger bei Punktegleichstand noch ins Halbfinale retten können. Doch die Schützenhilfe aus der Steiermark blieb aus und Rottendorf holte sich in der letzten Kehre mit einer Fünf zwei Überlebenspunkte und Rang 3 fürs Halbfinale. Souverän agierte der zweifache Champions League-Sieger ESV Jimmy Wien, mit 21 Punkten dominierten die Wiener bis dahin das Geschehen am Eis. Für die Überraschung schlechthin sorgte der EV Angerberg aus Tirol, der sich im letzten Spiel gegen Kowald-Voitsberg eine 12:3-Niederlage leisten konnte, um trotzdem ganz sicher mit 17 Punkten im Halbfinale zu stehen. Aus weiß-grüner Sicht lieferte ESV Sportunion Edla die zweite Überraschung. Die Mannschaft von Teamspieler und Vizeweltmeister Andreas Kaufmann schaffte mit 19 Punkten als Zweiter den Einzug in die Finalphase. Davor gab es sechs Siege in der Zwischenrunde, die Niederlage in Durchgang 7 gegen ESV Jimmy Wien war für die Statistik, da beide Mannschaften bereits qualifiziert waren.

Die Halbfinalspiele.

EV Rottendorf Seiwald – SU ESV Edla      3:20
Ein klarer Sieg für die Steirerbuam Andreas Kaufmann, Thomas und Bernhard Rübenbauer, Marcel Niederl und Florian Dokter. Sie spielten die sechs Kehren konzentriert und nützten alle Fehler der Kärntner, um ins Finalspiel einziehen zu können.
 
ESV Jimmy Wien – EV Angerberg      5:16
Die große Überraschung lieferten die Tiroler mit diesem Halbfinalsieg über den Dominator dieses Turniers bis zu diesem Zeitpunkt. Angerberg spielte einfach präzise und sorgte mit diesem Sieg für eine echte Überraschung – die Euphorie dieses Sieges wollten sie einfach ins Finale mitnehmen.
 
Spiel um Platz 3
ESV Jimmy Wien – EV Rottendorf Seiwald   14:8
Den "Ausrutscher" im Halbfinale steckten Christian Hobl, Christian Almbauer, Patrick Solböck und Werner Hutter rasch weg. Mit diesem Sieg ist den Wienern die Bronzemedaille und ein Startplatz für den Europacup im November dieses Jahres sicher. Für den EV Rottendorf in der Aufstellung Günter und Horst Stranig, Andreas Spendier, Markus Wallner und Kevin Kronewetter bleibt der undankbare Platz 4.

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Platz 3 und Bronzemedaillen für ESV Jimmy Wien. Von links Patrick Solböck, Christian Almbauer, Werner Hutter und Christian Hobl.

Finale
EV Angerberg – ESV Sportunion Edla  14 : 10
Den Tirolern gelang es tatsächlich, ihre Konzentration und ihre Euphorie in dieses Finalspiel mitzunehmen. 6:0 nach zwei Kehren, in der 3. Kehre schaffte Edla den Anschluß mit 6:5, nach der 4. Kehre stand es 9:5 für Angerberg. Die Entscheidung fiel in Kehre 5, mit dem langen Maß an die hintere Linie sicherten sich die Tiroler für die letzte Kehre einen 9-Punkte-Vorsprung. Am Ende war die Freude bei den Tirolern natürlich besonders groß, der erste Meistertitel für den EV Angerberg!
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Platz 2 und Silbermedaille für den ESV SU EDLA - Mit Thomas und Rübenbauer, Marcel Niederl, Florian Dokter, und Andreas Kaufmann.
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Riesenfreude beim neuen Staatsmeister 2019 - dem EV ANGERBERG aus Tirol.
 
Spannend verliefen auch die Spiele in der Abstiegsplayoff.
In der Zwischenrunde gab es ein Kopf-an-Kopf Rennen um die Steherplätze – dazu war es notwendig, nach 7 Durchgängen unter den Top 4 der Tabelle zu stehen. Das Rennen machten die Eisrunde St. Peter Honeywell Balu aus Kärnten sowie drei Mannschaften aus Oberösterreich - SU Guschlbauer St. Willibald,  ASVÖ SV Lichtenberg und SSV Raiffeisen Alkoven. Alkoven blieb der beinharte Abstiegs Finalkampf wegen der besseren Quote gegenüber dem ESV Wörgl erspart. Die Wörgler hatten schon nach der Vorrunde dasselbe Pech und mußten als Fünfter wegen der Quote in die Abstiegs-Play Off.
Nur eine der vier Mannschaften ESV Weierfing, ESV Wörgl, ESV Breitenbach und Villacher Arbeiter Sportverein konnte mit zwei Siegen im Finale das letzte Ticket für den Klassenerhalt erspielen. Die Villacher schafften mit Siegen über Wörgl (24:8) und Breitenbach Stocksport I (13:10) den Klassenerhalt. Absteigen müssen ESV Weierfing (OÖ), SV Breitenbach Stocksport I und ESV Wörgl (beide Tirol).

 

Franz Taucher
BÖE Pressereferent
So. 17.2.2019/21:00 Uhr.

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